Villa, Erlenbach
Überzwanzig Jahre war die Villa auf dem Hügel das Zuhause der Familie. Sie begleitete das Heranwachsen der Kinder, Feste mit Freunden und das Gedeihen eines üppigen Gartens. Mit dem Wunsch nach Veränderung wurde das Haus behutsam umgestaltet: Lichtachsen wurden geöffnet, Räume verbunden und Rückzugsorte großzügiger gestaltet. Zentrum bleibt die zweigeschossige Empfangshalle mit ihrer spiralförmigen Treppe – neu interpretiert mit Kalkglätte, grauem Eichenholz und einem bronzefarbenen Medaillon im Boden. Perlmuttfarbene Wände reflektieren das Licht. Sichtbezüge zwischen Halle, Gartensalon und Terrasse wurden geschaffen, das Eingangsportal neu proportioniert. Entlang der Südfassade entstand eine klassische Zimmerflucht mit Speise- und Kaminzimmer. Küche und Essbereich bilden nun einen offenen Raum. Ein zentraler Marmorküchenblock, eine Schrankwand aus geöltem Nussbaum und der Zugang zur Speisekammer verbinden Funktion mit Ästhetik.
Im Mittelpunkt steht der große Esstisch aus Nussbaum, flankiert von dezentem Stuck und modernem Kronleuchter. Gartensalon und Kaminzimmer laden zum Verweilen ein– mit Blick ins Grüne, bequemen Sesseln und flexibler Sofalandschaft. Im Obergeschoss wurden Lichtverhältnisse und Blickachsen optimiert. Jedes Zimmer hat eine eigene Badezone, der Elternbereich besticht durch eine freistehende Wanne, Ankleide und warme Naturtöne. Perlmutt-Mosaike und Naturtextilien mit sanften Pastelltönen setzen Akzente. Auch das Untergeschoss wurde einbezogen –mit Garderobe, Hauswirtschaftsbereich und einer kleinen Gästewohnung. So wurde die Villa sanft in eine neue Ära geführt: ein offenes Haus für Begegnung und zugleich ein geschützter Rückzugsort für die Familie.